Aphyocharax – Taxonomie

Die (hoffentlich) aktuelle Taxonomie der Gattung Aphyocharax


Taxonomie

o- Klasse: Knochenfische Teleostomi (=Osteichthyes)
`+-Unterklasse: Strahlenflosser Actionpterygii
.`+-Ü.Ordnung: Echte Knochenfische Teleostei
..`+-Ordnung: Salmlerartige Characiformes
….`+-Unterordnung: Salmlerverwandte Characoidei
……`+-Familie: Echte Salmler Characidae
……..`+-Unterfamilie: Aphyocharacinae
……….`+-Gattung: Aphyocharax
…………+-Art: Aphyocharax agassizii (Steindachner, 1882)
…………+-Art: Aphyocharax alburnus (Günther, 1869) Laubensalmler
………….`+-Synonym: Aphyocharax avary Fowler, 1913
…………+-Art: Aphyocharax anisitsi Eigenmann & Kennedy, 1903 Rotflossensalmler
…………..’+-Synonym: Aphyocharax affinis Ahl, 1923
…………..’+-Synonym: Aphyocharax ipacarayensis Ahl, 1923
…………..’+-Synonym: Aphyocharax rubripinnis (Müller & Trschel, 1844)
…………..’+-Synonym: Aphyocharax rubropinnis Pappenheim, 1922
…………+-Art: Aphyocharax colifax Taphorn & Thomerson, 1991
…………+-Art: Aphyocharax dentatus Eigenmann & Kennedy, 1903 Falscher Rotflossensalmler
………….`+-Synonym: Aphyocharax nasutus Ahl, 1936
…………..+-Synonym: Aphyocharax pappenheimi Ahl, 1923
…………+-Art: Aphyocharax erythrurus Eigenmann, 1912 Venezuela-Laubensalmler
…………+-Art: Aphyocharax gracilis Fowler, 1940
…………+-Art: Aphyocharax nattereri (Steindachner, 1882)
…………+-Art: Aphyocharax paraguayensis Eigenmann, 1915 Sonnensalmler, Augenfleck oder Schwanzflecksalmler
…………+-Art: Aphyocharax pusillus Günther, 1868
…………+-Art: Aphyocharax rathbuni Eigenmann, 1907 Rubinsalmler
………….`+-Synonym: Aphyocharax stramineus Eigenmann, 1907
…………+-Art: Aphyocharax yekwanae Willink, Chernoff & Machado-Allison, 2003

Ausgegliedert

  • Aphyocharax axelrodi Travassos, 1959
    • Hyphessobrycon axelrodi Calypsosalmler, Calypsotetra
  • Aphyocharax melanotus Eigenmann, 1912
    • Microschemobrycon melanotus
  • Aphyocharax filigerus Cope, 1870
    • Prionobrama filigera Rotflossen-Glassalmler

Salmlernetz

„Schwarmverhalten“ bei Salmlern?

Sowohl im Internet als auch in der einschlägigen Fachliteratur liest man immer wieder davon, dass man Salmler möglichst im “Schwarmâ€? halten soll, da sie nur dann ihr “arttypisches Schwarmverhaltenâ€? an den Tag legen sollen… Aber das sind nicht die einzigen Halbwarheiten, die über diese Fische im Umlauf sind.

Sowohl im Internet als auch in der einschlägigen Fachliteratur liest man immer wieder davon, dass man Salmler möglichst im “Schwarm” halten soll, da sie nur dann ihr “arttypisches Schwarmverhalten” an den Tag legen sollen.

Gruppe Rote Neon

dieses Verhalten zeigen Rote Neon nur, wenn sie beunruhigt sind.

Nun hab ich in meiner über zwanzigjährigen aquaristischen Laufbahn schon einige Salmler pflegen können.
Einige, so zum Beispiel Rotflossensalmler zeigen in ihrer Jugend sehr wohl einen recht großen Zusammenhalt der Gruppe. Das Verhalten, das dort zu beobachten ist, sollte aber eher als “Zusammenschluss zu Schulen” bezeichnet werden und hat wohl recht wenig mit dem echten Schwarmverhalten, das Heringe oder Sardinen zeigen, zu tun.
Die meisten von mir bisher gepflegten Salmler verteidigen auch mit zunehmendem Alter ein mehr oder weniger groß angelegtes Revier. Sie rotten sich nur noch stärker zusammen, wenn sie entweder durch größere “Feindfische” oder das Fangnetz in der Pflegerhand beunruhigt werden.

Inpaichthys kerri

bei Königssalmlern ist gibt es so gut wie kein Schwarmverhalten

Bei einigen Arten ist dieses Revierverhalten durchaus mit dem der Apistogramma zu vergleichen. So sind ausgewachsene, dominante Inpaichthys kerri manchmal zu anderen männlichen Artgenossen dermaßen ruppig, dass dem Pfleger nichts anderes übrigbleibt, als nach einer anderen Behausung für die unterlegenen Tiere zu suchen.
Ich halte diese Art in einem 60cm-Aquarium, wobei ich zu einem großen Männchen 4-5 Weibchen setze.
In einem solchen Aquarium kommen auch immer wieder Jungfische durch, so sie denn genügend Deckung in Form von Javamoos oder ähnlichem finden.

H.rosaceus Männchen

Schmucksalmler verteilen sich normalerweise über das ganze Aquarium

Fehlen diese Reize, so verteilen sich die Fische in losen Grüppchen im ganzen ihnen zur Verfügung stehenden Wasserkörper.
Erzeugt man eine kräftige Strömung, so ist bei manchen Arten zu beobachten, dass sie sich im Trupp immer wieder gegen den Strom kämpfen, was aber auch nichts mit dem “Echten” Schwarmverhalten zu tun hat.
Meiner Ansicht nach handelt es sich bei dem vielzitierten “Schwarmverhalten” der Salmler also eher um ein auch bei Flussbarschen zu findendes Phänomen. Man sollte also richtigerweise von Schulen oder Rudeln sprechen.

Gerüchte und Halbwarheiten

Folgendes fand ich auf einer Schülerseite . Da kann man ja noch beide Augen zudrücken. Unkommentiert kann man es aber so nicht stehen lassen.

Salmler sind Schwarmfische und stammen aus Südamerika.

Weder sind Salmler immer Schwarmfische (siehe oben und DRTA-Archiv ), noch stammen sie alle aus Südamerika. Kongosalmler, die gelben wie die blauen, stammen aus Afrika. Ebenso eine ganze Reihe anderer Afrikanischer Salmler

Sie sind sehr klein, dafür aber farbenprächtigt.

Einige werden, ganz im Gegenteil, recht groß.
Salmler werden zwischen 2cm und 1,20m groß. Sehr klein ist das nicht mehr. 😉

Salmer ziehen in gemischten oder geordneten Schwärmen durch ihre heimmischen Gewässer.

Das kann sicher mal passieren.
Menschen tun das auch manchmal. 😉

Einen Salmler erkennt man an einer kleinen Flosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse (Fettflosse).

Es gibt welche mit (viele Arten) und ohne (z.B. Kupfersalmler) Fettflosse.
Außerdem gibt es auch ganz viele andere Fische, die eine Fettflosse haben, z.B. viele Welse und alle Salmoniden(Lachsartige).

Eine sehr interessante Diskussion zum Thema hat auch mal im Zierfischforum stattgefunden.

Dieser Artikel ist in DATZ/AP 6/2005 erschienen.
AP6-2005

Hyphessobrycon amandae / Funkensalmler

Wissenswertes zu Hyphessobrycon amandae / Funkensalmler

Literatur:

Horst Becker, 1990, Das Aquarium 24(9):17-18
„Ein neuer „Zwerg“, der Funkensalmler Hyphessobrycon amandae Gery & Uj, 1987″

Aquarien Terrarien , 1990, Seite 12

DATZ , 1994, Seite 698

Martin Hoffmann, 1995, DATZ 48(8):486-487
„Der Rote Feuersalmler Hyphessobrycon amandae“

Hans-Georg Evers, 1998, TI Aquaristik Magazin 30(5);58-61
„Kleines Tropenfeuer“ -> Vorstellung des Feuersalmlers, Hyphessobrycon amandae und Hinweise zum Fang und Vorkommen. Mit einer Bilderserie wird Fang und Hälterung beim Exporteur vorgestellt.

Dr. med. Vladko Bydzovsky, 2002 at info 20(5):84
„Hyphessoobrycon amandae Gery et Uj, 1986“

Hyphessobrycon / Taxonomie der Gattung

Wissenswertes zur Gattung Hyphessobrycon und die (fast) aktuelle Taxonomie der Gattung nach der Revision von 1997 durch Stanley Weitzman & Lisa Palmer

Taxonomie

Die Gattung Hyphessobrycon Durbin in Eigenmann, 1908

Hyphessobrycon ist eine Gattung von Fischen aus der Familie der Echten Salmler (Characidae), innerhalb derer sie zur Unterfamilie der Characinae gehört. (In der nicht einheitlichen Nomenklatur findet sich mitunter für die Familie der Characidae auch die Bezeichnung Eigentliche Salmler, woraufhin dann die Unterfamilie Characinae mit Echte Salmler bezeichnet wird.) Freilich ist die Systematik der Salmler noch keineswegs geklärt. Traditionell wird die Gattung Hyphessobrycon zusammen mit der eng verwandten Gattung Hemigrammus zur Unterfamilie Tetragonopterinae gezählt, deren Monophylie allerdings nicht erwiesen ist. Zur Gattung Hyphessobrycon zählen seit einer Revision der Rosy Tetras 1997 durch Stanley Weitzman & Lisa Palmer auch die Spezies der aufgelösten Gattung Megalamphodus.

Der Name Hyphessobrycon setzt sich aus den Worten “hyphesso” (kleiner) und “brycon” (Beißer) zusammen, womit auf das kräftige Gebiss der dieser Gattung zugerechneten Salmler angespielt wird.

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Die Gattung Hyphessobrycon ist vergleichsweise artenreich, zumal im Zuge neuerer Klassifizierungen einige früher selbständige Gattungen mit Hyphessobrycon zusammengelegt wurden. Die Vertreter dieser Gattung sind im südlichen Amerika beheimatete, meist recht kleine, friedliebende Schwarmfische.

Zur Gattung gehören viele der beliebtesten Aquarienfische. Tatsächlich lassen sich die meisten ihrer Vertreter auch in der Gefangenschaft gut halten und mehr oder weniger einfach züchten, wobei jedoch darauf geachtet werden sollte, dass die Tiere als Schwarmfische nur in Gruppen von mindestens sechs bis acht Exemplaren gehalten werden sollten.

dieser Text ist von Wikipedia ; Lizenz

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Taxonomie:

Die Gattung Megalamphodus wurde 1997 durch Stanley Weitzman & Lisa Palmer aufgelöst und die dort eingeordmeten Arten wurden in der Gattung Hyphessobrycon eingeordnet.

Siehe auch Salmlernetz
p(taxo){font: 0.9em Courier, monospace;}. o- Klasse: Knochenfische Teleostomi (=Osteichthyes)
`+-Unterklasse: Strahlenflosser Actionpterygii
.`+-Ü.Ordnung: Echte Knochenfische Teleostei
..`+-Ordnung: Salmlerartige Characiformes
….`+-Unterordnung: Salmlerverwandte Characoidei
……`+-Familie: Echte Salmler Characidae
……..`+-Unterfamilie: Tetragonopterinae
……….`+-Gattung: Hyphessobrycon Durbin in Eigenmann, 1908
A
…………+-Art: agulha Fowler, 1913
…………+-Art: albolineatum Fernandez-Yépez, 1950
…………+-Art: amandae Géry & Uj, 1987 [DATZ 8/1995]
…………+-Art: amapaensis Zarske & Géry, 1998
…………+-Art: anisitsi Eigenmann in Eigenmann & Ogle, 1907
…………+-Art: arianae Uj & Géry, 1989
…………+-Art: axelrodi Weitzman & Palmer, 1997 (Calypsosalmler, Syn.: Megalamphodus axelrodi, Pristella axelrodi)
B
…………+-Art: balbus Myers, 1927
…………+-Art: bentosi Durbin in Eigenmann, 1908 (Sichelsalmler, war früher als “Robertsi” im Handel)
…………+-Art: bifasciatus Ellis, 1911
…………+-Art: boulengeri Malabarba, 1989
C
…………+-Art: cachimbensis Travassos, 1964
…………+-Art: catableptus Géry, 1977
…………+-Art: coelestinus Myers in Eigenmann & Myers, 1929
…………+-Art: compressus Durbin in Eigenmann, 1908
…………+-Art: copelandi Durbin in Eigenmann, 1908
D
…………+-Art: diancistrus Weitzman, 1977
…………+-Art: duragenys Ellis,% 1911
E
…………+-Art: ecuadoriensis Eigenmann & Henn in Henn & Wilson
…………+-Art: elachys Weitzman [M.], 1984 (Schilfsalmler)
…………+-Art: eos Durbin, 1909
…………+-Art: epicharis Weitzman & Palmer, 1997
…………+-Art: eques (Steindachner, 1882) Weitzman & Palmer, 1997 (Blutsalmler)
…………+-Art: erythrostigma (Fowler, 1943) Ortega & Vari, 1986 (Fahnen-Kirschflecksalmler)
F
…………+-Art: fernandezi Fernandez-Yépez, 1972
…………+-Art: flammeus Myers, 1924
G
…………+-Art: georgettae Weitzman & Palmer, 1997
…………+-Art: gracilior Géry, 1964
…………+-Art: gracilis Fernandez & But, 1996
…………+-Art: griemi Hoedeman, 1957
…………+-Art: guarani Mahnert & Géry, 1987
H
…………+-Art: haraldschultzi Travassos, 1960
…………+-Art: hasemani Fowler, 1913
…………+-Art: herbertaxelrodi Géry, 1961 (Schwarzer Neon)
…………+-Art: heterorhabdus Fowler
…………+-Art: hildae Fernandez-Yépez, 1950
I
…………+-Art: igneus Miquelarena, Menni, Lopez & Casciotta, 1980
…………+-Art: iheringi Fowler, 1941
…………+-Art: inconstans Géry, 1977
J
K
L
…………+-Art: latus Fowler, 1941
…………+-Art: loretoensis Ladiges, 1938
…………+-Art: loweae Costa & Géry, 1994
…………+-Art: luetkenii Malabarba, 1989
M
…………+-Art: maculicauda
…………+-Art: maxillaris Fowler, 1932
…………+-Art: megalopterus Weitzman & Palmer, 1997 (früher Megalamphodus)
…………+-Art: melanopleurus Ellis, 1911
…………+-Art: melasemeion
…………+-Art: melazonatus Durbin in Eigenmann, 1908
…………+-Art: meridionalis Ringuelet, Miquelarena & Menni, 1978
…………+-Art: metae Eigenmann & Henn, 1914
…………+-Art: micropterus Weitzman & Palmer, 1997
…………+-Art: milleri
…………+-Art: minimus Durbin, 1909 (Zwergsalmler)
…………+-Art: minor Durbin, 1909
…………+-Art: mutabilis Costa & Géry, 1994
N
O
P
…………+-Art: panamensis Durbin in Eigenmann, 1908
…………+-Art: parvellus Ellis, 1911
…………+-Art: peruvianus Ladiges, 1938
…………+-Art: piabinhas Fowler, 1941
…………+-Art: poecilioides Eigenmann, 1913
…………+-Art: procerus Mahnert & Géry, 1987
…………+-Art: pulchripinnis Ahl, 1937
…………+-Art: pyrrhonotus Burgess, 1993
…………+-Art: pytai Géry & Mahnert, 1993
Q
R
…………+-Art: reticulatus Ellis, 1911
…………+-Art: ‘robertsi’ (Synonym zu H.bentosi / Sichelsalmler)
…………+-Art: robustulus Ortega & Vari, 1986
…………+-Art: rosaceus Durbin, 1909 (Schmucksalmler, früher unter H.bentosi rosaceus, H.ornatus gehandelt) [DATZ 7/1999]
…………+-Art: roseus Weitzman & Palmer, 1997
S
…………+-Art: saizi Géry, 1964
…………+-Art: santae Fowler
…………+-Art: savagei Bussing, 1967
…………+-Art: schauenseei Fowler, 1926
…………+-Art: scholzei Ahl, 1937
…………+-Art: scutulatus Lucena, 2003
…………+Art:—serpaeDurbin in Eigenmann, 1908 Hyphessobrycon eques
…………+Art:—simulansGéry, 1963 Paracheirodon simulans (Blauer Neon)
…………+-Art: simulatus (Géry, 1960) Weitzman & Palmer, 1997
…………+-Art: socolofi Weitzman, 1977 (Peru-Kirschflecksalmler)[DATZ 8/2000]
…………+-Art: sovichthys Schultz, 1944
…………+-Art: stegemanni Géry, 1961 (Savannensalmler)
…………+Art:—stictusDurbin, 1909 Hemigrammus stictus
…………+Art:—stigmatiasFowler, 1913 Axelrodia stigmatias
…………+-Art: stramineus Durbin, 1918
…………+-Art: sweglesi (Géry, 1961) Weitzman & Palmer, 1997 (Roter Phantomsalmler)
T
…………+-Art: takasei Géry, 1964 (Kaffeebohnensalmler)
…………+-Art: taurocephalus Ellis, 1911
…………+-Art: tenuis Géry, 1964
…………+Art:—thompsoniFowler, 1949 Bryconella pallidifrons
…………+-Art: tortuguerae Bählke, 1958
…………+-Art: tropis Géry, 1963
…………+-Art: tukunai Géry, 1965
U
…………+-Art: uruguayensis (Fowler, 1943) Weitzman & Palmer, 1997 (früher Megalamphodus)
V
…………+-Art: vilmae Géry, 1966
W
…………+-Art: wajat Almirà Â³n & Casciotta, 1999
…………+-Art: weitzmanorum Lima & Moreira, 2003
…………`o-Art: werneri Géry & Uj, 1987

Salmler-Brutentwicklung

Entwicklung eines Salmlers vom Laich zum Jungfisch in Bildern


Brutentwicklung

Die Entwicklung eines Salmlers (in diesem Fall Aphyocharax anisitsi ) vom Laich zum fertigen Jungfisch.

Frisches Laichkorn

Frisches Laichkorn, etwa 0,9-1mm im Durchmesser.

unbefruchtetes Salmlerlaichkorn

unbefruchtetes Salmlerlaichkorn, etwa 0,9-1,1mm im Durchmesser. Man erkennt in der Auflichtaufnahme gut den weißen Kern, der sich nicht mehr weiter entwickelt. Diese Eier verpilzen recht schnell und müssen entfernt werden.

Salmlerlarve wenige Stunden nach dem Schlupf

Salmlerlarve wenige Stunden nach dem Schlupf; etwa 2,2-2,5mm lang.

Rotflossensalmler-Brut, 7 Tage alt

Brut, 7 Tage alt

Rotflossensalmler-Brut, 20 Tage alt

Rotflossensalmler -Brut, 20 Tage alt

Rotflossensalmler-Brut, 24 Tage alt

Rotflossensalmler-Brut, 24 Tage alt

Inpaichthys kerri / Königssalmler

Mitte Oktober 2003 erhielt ich von einem Bekannten beim Besuch seines Aquarienkellers drei Königssalmler, die bei ihm als Restbestand in einem Sammelaquarium schwammen …

Inpaichthys kerri GÉRY und JUNK, 1977

(Königssalmler oder auch Blauer Kaisertetra)

Inpaichthys kerry

Taxonomie

o- Klasse: Knochenfische Teleostomi (=Osteichthyes)
`+-Unterklasse: Strahlenflosser Actionpterygii
.`+-Ü.Ordnung: Echte Knochenfische Teleostei
..`+-Ordnung: Salmlerartige Characiformes
….`+-Unterordnung: Salmlerverwandte Characoidei
……`+-Familie: Echte Salmler Characidae
……..`+-Unterfamilie: Tetragonopterinae
……….`+-Gattung: Inpaichthys
…………`o-Art: kerri Géry und Junk, 1977

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Allgemeines

Die aus Südamerika (oberen Rio Aripuana , einem rechtsseitigen Nebenfluss des Rio Madeira im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso) stammenden Königssalmler werden etwa 5cm groß. Die Männchen besetzen ein kleines Revier, in dem mit laichbereiten Weibchen abgelaicht wird. Die Schwarmbildung ist bei dieser Art nicht sehr ausgeprägt.

Der Gattungsname Inpaichthys ist ein Ableitung vom Kürzel der brasilianischen Indianerschutzbehörde INPA.

Der Gattungsname Inpaichthys ist eine Ableitung vom Kürzel INPA (Instituto Nacional de Pesquisas da Amazônia) welches die Biodiversität Amazoniens untersucht. Der Artname wurde zu Ehren des damaligen INPA-Direktors Dr. Warwick Estevan Kerr gewählt.

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– der Lapis Tetra ist im Handel manchmal unter Inpaichthys sp. “Belém” zu finden.
Die Gattung war bisher nur mit einer Art gesegnet und wenn Vater und Sohn Hoffmann Recht behalten, wird sie es auch vorerst bleiben.
Die Fa. Aquarium Glaser / Rodgau hat Anfang des Jahres 2002 von einem Zierfischexporteur aus der brasilianischen Stadt Belém einen Salmler unter dem Handelsnamen “Lapis Tetra” erhalten. Neu importiert: der Lapis Tetra, Inpaichthys sp.

Der Königssalmler frisst alles, was durch Bewegung den Fresstrieb anregt und ins Maul passt. Auch Laichkörner anderer Arten werden gerne genommen.

Die Geschlechter kann man einfach anhand der Färbung der Fettflosse auseinander halten. Diese ist beim Männchen hellblau, beim Weibchen rot gefärbt.

Die silbrig-blaue Farbe der Männchen entwichelt sich am besten in weichem Wasser, in dem sich die Tiere Naturgemäß am wohlsten fühlen.

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Erfahrungen

Mitte Oktober 2003 erhielt ich von einem Bekannten beim Besuch seines Aquarienkellers drei Königssalmler, die bei ihm als Restbestand in einem Sammelaquarium schwammen. Es handelte sich bei dem kleinen Trupp um ein ausgewachsenes Männchen und zwei ebensolche Weibchen.
Zuhause angekommen, bezogen sie sogleich ein 50-Zentimeter-Aquarium. Dieses Becken war zu dieser Zeit unbesetzt, nur diverse Schnecken belebten es etwas. Eingerichtet war es mit einem kleinen Schaumstoffmattenfilter, der mit Luftheber betrieben wird, mit etwa 2cm Sandboden, einem Busch Javafarn und einem großen Kissen aus Javamoos.
Nachdem ich die Fische eine Weile mit verschiedenen Mückenlarven, Trockenfutter und frisch gefangenen Hüpferlingen gefüttert habe, wurde bei den beiden Weibchen ein deutlicher Laichansatz erkennbar.

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Geschlechtsunterschiede

Männchen und Weibchen sind auch ohne “Schwangerschaftsanzeichen” gut voneinander zu unterscheiden, da die Männchen etwas größer sind, bläulich schimmern und die Fettflosse eher bläulich-weiß ist (Siehe Foto), wogegen die Fettflosse der Weibchen rot ist.

Vermehrung

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Wasserwerte
Ablaichverhalten
Aufzucht der Jungfische

Buntes Treiben

Wärend der nächsten Tage konnte ich in schöner Regelmäßigkeit heftiges Balzen beobachten.
Also fing ich die Königssalmler aus ihrem Domizil und überführte sie nach einer bei mir altbewärten Methode in ein 40cm-Zuchtaquarium, das mit Laichnetz und Javamoos als Laichsubstrat ausgestattet ist.
Nach 5 Tagen brach ich diesen Versuch ab, da die Salmler ihr im Hälterungsaquarium so schön zu beobachtende Balzspiel jetzt im Zuchtbecken ganz eingestellt hatten. Sie bezogen also wieder ihr altes Becken und wurden sofort wieder gefüttert.
In den darauf folgenden Tagen begann das Balzspiel von neuem. Diesmal beließ ich aber die Fische im Hälterungsbecken.

Wasserwerte:
pH 7,0
KH 4°dH
GH 8°dH
26°C

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Männchen besetzt ein Revier

Das Männchen hatte eine Art Revier im Bereich des Javamooskissens bezogen, in dessen Nähe er die Weibchen nur wärend der “heißen Phase” des Balzspiels ließ.
Am 9. November entdeckte ich dann morgens beim Füttern den ersten Laich im Gestrüpp. Ich konnte beim besten Willen nicht mehr als 15 bis 20 Eier im Dickicht ausmachen, da einfach zuviel Javamoos für einen guten Durchblick in dem Becken wächst. Wieviele es also wirklich waren, lässt sich noch nicht einmal schätzen.
Leider konnte ich am nächsten Tag auch nur noch verpilzte, also abgestorbene Laichkörner finden.

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Überraschung

Ich hatte die erfolgreiche Vermehrung dieser schönen Salmler schon fast abgeschrieben, als am 27. November dann beim Füttern 3 winzige, etwa 4mm messende “Glassplitterchen” am Rand des Javamooses herumhüpften. Offenbar hatten die Königssalmler in letzter Zeid doch noch erfolgreich abgelaicht, ich hatte es aber nur nicht bemerkt.
Die Eltern wurden kurzerhand in ein anderes Aquarium umquartiert und ich fütterte die schon frei schwimmenden Jungen mit frischen Artemianauplien, die diejenigen, die ich sehen konnte, auch gerne nahmen.
Nach und nach konnte ich zwar noch mehr als die erwähnten 3 Jungfische sehen, es waren aber auf einmal nie mehr als 5 Stück, die sich aus dem Moos trauten.

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Aufzucht

Königssalmler-Männchen, 3 Monate alt

3 Monate alter Fisch.

Mit zunehmender Größe passte ich auch den Speiseplan an, wobei ich auch Hüpferlinge, feines Trockenfutter und später auch kleine schwarze Mückenlarven verfütterte.
Bei so wenigen Jungfischen lässt sich die Futterration nur sehr schlecht abschätzen. Ich benutzte, so lange die Fische noch sehr klein waren, zum Füttern eine 20ml fassende Spritze, auf die ich einen dünnen Luftschlauch aufgesteckt habe. Damit ziehe ich die gewässerten Futtertiere auf und bringe sie so nahe wie möglich an die Jungfische heran. Das hat den Vorteil, dass nicht so viel Futter im Aufzuchtbecken vergammeln kann und damit die Wasserqualität negativ beeinflusst.
Etwa 8 Wochen, nachdem ich die ersten Fischlarven im Aquarium entdeckt habe, waren die Jungfische auf etwa 16 bis 18mm herangewachsen. Es waren insgesamt 13 Stück, die jetzt natürlich gut zu zählen sind. Es ist zwar eine magere Ausbeute, diese 13 sind aber gesund und mein Bestand ist vorerst gesichert.

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Immer wieder Jungfische

Seit der ersten Vermehrung in meinen Wassern tauchen immer wieder einige Jungfische im Elternbecken auf. Ich füttere sie nicht extra.
Mit dieser Methode “Daueransatz” sind hier nun schon über 80 Jungfische groß geworden.
Mein Bestand ist also wohl auf Dauer gesichert, wenn nicht irgend ein Unfall passiert. 🙂

Literatur

Géry, J. & W.J. Junk (1977): Inpaichthys kerri n. g. n. sp., um novo peixe caracideo do alto Rio Aripuana, Mato Grosso, Brasil. Acta Amazonica 7(3): 417-422

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Inpaichthys kerry
Inpaichthys kerry in der Fishbase

Inpaichthys kerri auf der französischen Seite von Philippe Chevoleau

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