Bedarf von 20 Millionen Tropenfischen jährlich

Europa und die USA importieren jährlich über 20 Millionen tropische Fische. Via vistaverde.de

vista verde news – Aquarien: Bedarf von 20 Millionen Tropenfischen jährlich

Europa und die USA importieren jährlich über 20 Millionen tropische Fische.

Insgesamt 1.471 verschiedene Arten werden gefangen, um den Rest ihres Lebens in öffentlichen oder privaten Aquarien zu verbringen. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) jetzt vorgelegt hat. Aquarienbesitzer kaufen zudem jährlich rund 10 Millionen weitere Meerestiere wie Schnecken, Garnelen und Anemonen sowie 12 Millionen Korallen.

Wieviele es in Deutschland sind, darüber gibt der Artikel keine verlässliche Auskunft.

Mord an Urwaldschützerin in Brasilien

Die 74-Jährige “Urwald-Nonne” Dorothy Stang ist tot. Sie wurde am Samstag im Bundesstaat Pará im Norden Brasiliens von bezahlten Killern ermordet. Via Greenpeace Deutschland

Mord an Urwaldschützerin in Brasilien – Greenpeace Deutschland

“Hamburg (us) – Die 74-Jährige “Urwald-Nonne” Dorothy Stang ist tot. Sie
wurde am Samstag im Bundesstaat Pará im Norden Brasiliens von bezahlten
Killern ermordet. Die US-Missionarin lebte seit mehr als 30 Jahren in
Brasilien, wo sie sich vor allem für den Amazonas-Regenwald, den
Umweltschutz und für die Rechte der landlosen Bauern einsetzte.”

Procambarus alleni

Eigene Erfahrungen mit Haltung und Zucht von Procambarus alleni / Florida-Lobster


Blauer Florida-Krebs /Florida-Lobster / Procambarus alleni
  1. Bilder
  2. Wasserwerte
  3. Futter
  4. Namen
  5. Allgemeines
    1. Herkunft/Heimat
    2. Lebensraum
    3. Wasserwerte
    4. Größe
    5. Geschlechtsunterschiede
    6. Futter
  6. Erfahrungen
  7. Körperbau eines Krebses
  8. Zucht
  9. Literatur
  10. Links

Bilder:

Procambarus alleni 23.01.04

Procambarus alleni / Florida-Lobster

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Namen

Blauer Florida-Krebs
Florida-Lobster

Erstbeschreibung :Faxon 1884

Taxonomie

+-Abteilung: Eumetazoa (Gewebetiere)
+-Unterabteilung: Bilateria (beidseitig Symetrische Lebewesen)
+-Stammgruppe: Protostomia (Urmünder)
+-Überstamm: Ecdysozoa (Häutungstiere)
+-Stamm: Arthropoda (Gliederfüßer)
+-Unterstamm: Crustacea
o- Klasse: Malacostraca
`+- Ordnung: Decapoda (Zehnfußkrebse) (Latreille, 1803)
..`+- Unterordnung: Pleocyemata (Burkenroad, 1963)
….`+- Infraordnung: Astacidea (Latreille, 1803)
……`+- Familie: Cambaridae
……..`+- Gattung: Procambarus
……….`+- Art: alleni

Komentar von Sascha Wollentin

Kommentar: Hallo,

Procambarus alleni gehört zur Familie der Cambaridae und nicht zu Astacidae.
Da die Weibchen des allenis eine “Geschlechtsöffnung” wie ihr sie nennt
haben, korrekter Weise heißt diese Öffnung “Annulus ventralis”, dies ist ein
blasenförmiger Hohlraum zur Speicherung von Spermien, die nur die Familie
der Cambaridae hat. Bei Astacidae und Parastacidae heftet das Männchen sein
Spermienpaket an der Unterseite, unmittelbar hinter den weiblichen Gonoporen
an. Dies ist bei Procambarus alleni nicht der Fall.

Hier hast du einen Link wo die gesamte Taxonomie der Krebse aufgelistet ist. Und zwar Überfamilie: Astacoidea, Familie: Cambaridae, Unterfamilie: Cambarinae, Genus: Procambarus, Subgenus Procambarus

www.crusta10.de

Literaturangabe habe ich “Süßwasserkrebse aus aller Welt” von Chris Lukhaup Seite 12 letzter Absatz “Die artenreichste Gattung innerhalb der Cambaridae bildet die Gattung Procambarus…”

Als 2tes “Krebse im Aquarium” von Chris Lukhaup und Reinhard Pekny Seite 43 die Geschlechtsmerkmale von Cambaridae und Seite 44 Bilderfolge als Beispiel die Paarung von Procambarus alleni blau.

Allgemeines

Herkunft

Nordamerika Florida, Everglades.

Lebensraum :
Die Temperaturen werden im Winter von 15-20°C und im Sommer 20-28°C beschrieben

Wasserwerte

Temperatur 15-28°C
pH pH 6-8,0
KH 0-?dKH
GH 0-?°dGH
AQ-Größe ab 80 cm

Größe

Größe bis 12cm

Geschlechtsunterschiede

Das sicherste Erkennungsmerkmal für Geschlechtsunterschiede sind die Schwimmbeine der Krebse. Das Männchen hat 3 paarige Schwimmbeine und die fehlenden zwei sind zu einem Begattungsgriffel ausgebildet. Beim Weibchen
sieht man 5 Schwimmbeine und die Geschlechtsöffnung zwischen den letzten Beinpaaren.

Männchen mit Begattungsgriffel Weibchen mit Geschlechtsöffnung
Procambarus alleni Männchen Procambarus alleni  Weibchen
Die Scheren des Männchen sind länger und schmäler Die Scheren des Weibchen sind kürzer
Procambarus alleni - Männchen Procambarus alleni - Weibchen

^

Futter

Allesfresser im Sinne des Wortes:
von Spinat über Trockenfutter bis Kadaver (Aas), Schnecken , Algen

^

Erfahrungen

…mit den Besonderheiten der Floridalobster

Man sollte darauf achten, dass die Anzahl der Weibchen größer ist als die der Männchen, da es sonst leicht passieren kann, dass das Weibchen vor lauter paarungswilligen Männchen sämtliche Gliedmaßen verliert. Die Männchen halten das Weibchen bei der Begattung mit den Zangen an allem fest, was es zu greifen bekommt.
Es sollten auch Höhlen geboten werden, in welche sich die Krebse wärend der Häutung zurückziehen können, da ihr Panzer danach noch sehr weich ist (“Butterkrebs”). Das Anfressen der Pflanzen kann man reduzieren, wenn man ihnen genug Pflanzliche Nahrung wie z.B. Spinat bietet.

…mit der Vergesellschaftung

Mit Garnelen kein Problem, da diese wesentlich schneller als die Krebse sind. Fische, die kränkeln und nicht flüchten können, landen auf dem Speiseplan der Procambarus. Auch gehören sie nicht unbedingt in ein Pflanzenbecken, da sie sich hier schon ganz gerne an den Pflanzen bedienen um einen Anteil an Grünkost zu erhalten. Die Erfahrungen anderer Aquarianer, an welche ich Krebse weitergegeben habe, gehen stark auseinander. Einige haben keine Probleme im bepflanzten Gesellschaftsbecken, andere bezeichnen Procambarus alleni als regelrechten Lauerjäger. Ich denke, dass es auch viel mit der Futterzusammensetzung zu tun hat. Gibt man nicht genug oder das Richtige, nimmt der Krebs sich einfach das, was er benötigt.

… mit der Beckeneinrichtung

Im Laufe der Zeit hat sich gezeigt, dass das Becken einen guten Filter besitzen sollte, um den Boden frei von Resten zu halten. Als ich den Bodengrund auf Sand umgestellt habe, war es ein Genuss ihnen beim Durchpflügen des Bodens nach Nahrung zuzusehen.
Zur Beckeneinrichtung gehören desweiteren noch Steinaufbauten und viele Höhlen in verschiedenen Größen, in die sich die Tiere zurückziehen können. Das Becken sollte gut verschlossen sein, damit sie nicht die Möglichkeit zum Ausbruch haben. Das tun sie sehr gerne mal, wenn die Besatzdichte oder die Wasserbeschaffenheit ihnen nicht gefällt.

…mit der Häutung

Ich hatte ein Weibchen bei 12 Männchen übersehen und es kam wie es kommen musste: Die Männchen waren so ergriffen von der Dame, dass ich sie ohne Gliedmaßen im Becken fand. Was sollte ich jetzt tut? Sollte ich sie töten oder einen Versuch starten, sie zu retten? Ich entschloss mich für das letztere. Als ich die schwer verletzte Dame mit meinen Fingern aus dem Becken holen wollte, entwickelte diese beim zupacken eine solche Geschwindigkeit mit ihrem Torso, dass ich erschrak und mir erst mal den Kopf stieß. Ich fing das Weibchen mit einem Netz heraus und überführte es in ein 40 cm Becken. Dort lag sie jetzt und dreht sich von einer Seite zu andern, so dass ich kaum Hoffnung hatte, dass sie überleben würde.

Wirklich alles fehlte: kein Bein, keine Zange nix mehr. Ob sie überhaupt noch Futter nehmen würde, überlegte ich und versuchte es mit Spinat und Cyclops. Zu meinem Verwundern hat sie es irgendwie geschafft mit dem Fressen. Als ich von meinem Urlaub zurück kam, entdeckte ich, dass wieder kleine Beine da waren, die aus den Beinstupfen hinaus ragten. Leider weiß ich nicht, ob sie sich wärend meinen Urlaub gehäutet hat. 2 Wochen späterer stellte ich fest, dass er sich wieder gehäutet hatte. Ich traute meinen Augen kaum: da war wieder ein vollständiger Krebs im Becken mit Beinen, Zangen, Fühler… Mir ist es heute noch ein Rätsel, wo er das alles unter seinem Panzer versteckt hatte. Aber: alles wieder da!

Erste Beine nach dem Urlaub Panzer nach der Häutung der Panzer ist noch ganz rot kurz nach der Häutung bis er ausgehärtet ist
Procambarus alleni erste Glieder Procambarus alleni Häutung Procambarus alleni kurz nach der Häutung

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Körperbau eines Krebses

1. Schere (Cheliped)
2. Kieferfuß (Maxilliped)
3. Antenne (Antennula)
4. Antenne (zweite Antenne)
5. Stirnfortsatz (Rostum)
6. Auge
7. Nackenfurche
8. Rückenschild (Carapax)
9. Telson
10. Schwimmfüße (Pleopoden)
11. Schwanzfächer
12 Schreitfüße (Peraeopoden)

Procambarus alleni Anatomi

Zucht

Ich hatte die Tiere von einem Bekannten erhalten, der aus Zeitmangel keine Krebse mehr halten wollte. Nun nahm ich die Procambarus in meine Obhut und musste schnell feststellen, dass die Stärkeren Tiere ihre Artgenossen vertrieben, wodurch einzelne Tiere reissaus nahmen.
Natürlich hatte ich mal wieder die Abdeckscheibe nicht richtig geschlossen.
Der Bestand, den ich anfangs erhalten hatte, war stark geschrumpft.
Um dem Bestandsrückgang Einhalt zu gebieten, entschloss ich mich, ein Pärchen separat in ein Becken, das mit Tonhöhlen eingerichtet war, zu setzen.
Es geschah… nichts! (dachte ich 😉 ), und so vergingen etliche Wochen, bis ich das Weibchen endlich Eiertragend vorfand.
Leider kann ich nicht mehr genau sagen, wie lange es gedauert hat, bis es die Eier entlassen hat.
Die Jungkrebse waren sehr klein, so dass ich Angst hatte, die Eltern würden über sie herfallen. Ich entschloss mich, einen groben Schwamm in das Becken zu versenken, um Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen.
Die Krebse waren anfangs so klein, dass sie sich in diesem Schwamm ohne Probleme verstecken konnten.
Doch schon in kurzer Zeit waren sie zu groß dafür und ich legte ein Kunststoffnetz, wie man es vom Fassadenbau (Glasfasergewebe für die Armierung von Wärmeschutzfassaden) kennt, in das Becken. Die beiden Maßnahmen erfüllten ihren Zweck. Alles lief wieder problemlos.
Das größte Problem kam später: Der Platz!
Die Jungkrebse wuchsen sehr unterschiedlich (einige waren gerade 1 cm wobei die Größten schon ca. 4 cm maßen) und das hatte zur Folge, dass sie sich bei Futterkämpfen manchmal tödlich verstümmelten.
Also wurden sie nach Größe sortiert.
Die Größten kamen ins 500L-Becken zu jungen Skalaren, wobei sie sich immer einen Spaß daraus machten, sich an die Flossen der Segelflosser zu hängen.
(bis sich die Skarlare und die Krebse mit den neuen Umständen vertraut gemacht hatten und ihre Verhaltensweisen anpassten)
Die mittleren bezogen ein 50cm Würfelaquarium, das mit Kunststoffnetzen ausgestattet war.
Die meisten Ausfälle habe ich durch ihr unterschiedliches Wachstum; die Schnellwachser sind nach etwa 4 Monaten geschlechtsreif und dulden keine Rivalen in ihrer Nähe.
Es ist auch schwer, ein harmonisches Paar zu finden, das sich nicht in der Hochzeitsnacht gegenseitig verstümmelt. Ich habe noch nicht herausgefunden was die Paarung auslöst bzw. wie man sie forcieren kann. Was ich in Erfahrung bringen konnte ist, dass sie kurz nach der Häutung einen Duftstoff absenden sollen, was die Paarungsbereitschaft symbolisiert. In wieweit es mit dem noch nicht ausgehärteten Panzer in Verbindung steht, kann ich nur vermuten. Sollte jemand mehr dazu wissen, würde ich mich über einen Komentar (unten auf dieser Seite) freuen.

Hier kann man die Krebspaarung sehen Der Begattungsgriffel ist hier gut zu sehen
Krebspaarung Procambarus alleni Paarung
Die Krebsdame hat hier ca 200 Eier bei sich Leider hat sie kurz nach einem großen Wasserwechsel alle Eier verloren
Procambarus alleni Dame mit Eier Procambarus alleni mit Eier
Krebse mit erster Rückzugsmöglichkeit Hier kann mann schon die Wachstumsunterschiede erkennen
Procambarus alleni erste Rückzugsmöglichkeiten Procambarus alleni Wachstumsunterschiede

^

Literatur:

Aquarien Atlas 5 S1165
Fortpflanzungsbiologie der Aquarienfische (2)(Körperbau des Krebses)

^

wirbellose.de

Interessantes über Krebse von Julia Hedderich

Taxonomie oder Nomenklatur

Erklärung zur biologischen Taxonomie. Für Aquaristen eher ohne praktischen Nutzen, aber vielleicht trotzdem interessant

Die biologische Taxonomie beschreibt, wie Wissenschaftler Lebewesen gruppieren und organisieren. Die moderne Klassifikation wurde massgeblich von Karl Linnaeus beeinflusst, der die Lebewesen entsprechend Ihrer körperlichen Eigenschaften einstufte.
Diese Einstufungen verändern sich, vor allem bei aquaristisch interessanten Fischen und dort vor allem bei den amerikanischen Salmlern, ständig.

Das hier beschriebene System nach Linaeus funktioniert, indem es jeden Organismus in eine übergeordnete Hierarchie einordnet. Jede Gruppierung auf einer bestimmten Ebene wird aus einem Satz von darunter liegenden Gruppen zusammengesetzt.
Weiß man den Wissenschaftlichen Namen, also Gattung und Art, kann man auch die darüberliegenden Schichten feststellen.

Eine weitere gute Beschreibung fand ich auf Rainer Massmanns Salmlernetz.de

Taxonomie: Die Wissenschaft von der Unterscheidung und Abgrenzung der Arten und Verwandschaftsgruppen (Taxa). Häufig wird auch die Benennung (Nomenklatur) der Taxa in die Definition mit einbezogen, doch stellt sie nur ein notwendiges Hilfsmittel dar und macht nicht das Wesen der Taxonomie aus. Taxonomen untersuchen, inwieweit sich Arten oder Populationen voneinander unterscheiden lassen, fertigen Bestimmungsschlüssel und Beschreibungen an, sammeln Exemplare für Museen und Forschungsinstitute. Die Arbeit der Taxonomen überschneidet sich weiträumig mit der Arbeit der Systematiker und viele Wissenschaftler sind Systematiker und Taxonomen in Personalunion.

Die Struktur (Taxa; von Taxonomie)

vom Allgemeinsten zum Spezifischsten:

o- Domäne
.`- Reich
…`- Stamm (Tiere) oder Abteilung (Pflanzen)
…..`- Klasse
…….`- Ordnung
………`- Familie
………..`- Gattung
………….`o- Art

Hier ist die etwas feinere Gliederung, wobei “Reihe” eine eher informelle Stellung einnimmt.

o- Domäne
.`- Reich (regnum) (Kingdom engl.)
…`- Unterreich (subregnum)
->
o- Stammgruppe (superphylum)
.`- Stamm (phylum)
…`- Unterstamm (subphylum)
->
o- Überklasse (superclassis)
.`- Reihe
.`- Klasse (classis)
…`- Unterklasse (subclassis)
->
o- Überordnung (superordo)
.`- Ordnung (ordo)
…`- Unterordnung (subordo)
->
o- Überfamilie (superfamilia)
.`- Familie (familia)
…`- Unterfamilie (subfamilia)
->
o- Tribus
o- Gattung (genus)
.`- Untergattung (subgenus)
…`- Art (species) (Species engl.)
…..`- Unterart (bzw. Rasse) (subspecies, subsp., ssp.)
…….`-o Varietät (variety, var., forma)

Aphyocharax – Taxonomie

Die (hoffentlich) aktuelle Taxonomie der Gattung Aphyocharax


Taxonomie

o- Klasse: Knochenfische Teleostomi (=Osteichthyes)
`+-Unterklasse: Strahlenflosser Actionpterygii
.`+-Ü.Ordnung: Echte Knochenfische Teleostei
..`+-Ordnung: Salmlerartige Characiformes
….`+-Unterordnung: Salmlerverwandte Characoidei
……`+-Familie: Echte Salmler Characidae
……..`+-Unterfamilie: Aphyocharacinae
……….`+-Gattung: Aphyocharax
…………+-Art: Aphyocharax agassizii (Steindachner, 1882)
…………+-Art: Aphyocharax alburnus (Günther, 1869) Laubensalmler
………….`+-Synonym: Aphyocharax avary Fowler, 1913
…………+-Art: Aphyocharax anisitsi Eigenmann & Kennedy, 1903 Rotflossensalmler
…………..’+-Synonym: Aphyocharax affinis Ahl, 1923
…………..’+-Synonym: Aphyocharax ipacarayensis Ahl, 1923
…………..’+-Synonym: Aphyocharax rubripinnis (Müller & Trschel, 1844)
…………..’+-Synonym: Aphyocharax rubropinnis Pappenheim, 1922
…………+-Art: Aphyocharax colifax Taphorn & Thomerson, 1991
…………+-Art: Aphyocharax dentatus Eigenmann & Kennedy, 1903 Falscher Rotflossensalmler
………….`+-Synonym: Aphyocharax nasutus Ahl, 1936
…………..+-Synonym: Aphyocharax pappenheimi Ahl, 1923
…………+-Art: Aphyocharax erythrurus Eigenmann, 1912 Venezuela-Laubensalmler
…………+-Art: Aphyocharax gracilis Fowler, 1940
…………+-Art: Aphyocharax nattereri (Steindachner, 1882)
…………+-Art: Aphyocharax paraguayensis Eigenmann, 1915 Sonnensalmler, Augenfleck oder Schwanzflecksalmler
…………+-Art: Aphyocharax pusillus Günther, 1868
…………+-Art: Aphyocharax rathbuni Eigenmann, 1907 Rubinsalmler
………….`+-Synonym: Aphyocharax stramineus Eigenmann, 1907
…………+-Art: Aphyocharax yekwanae Willink, Chernoff & Machado-Allison, 2003

Ausgegliedert

  • Aphyocharax axelrodi Travassos, 1959
    • Hyphessobrycon axelrodi Calypsosalmler, Calypsotetra
  • Aphyocharax melanotus Eigenmann, 1912
    • Microschemobrycon melanotus
  • Aphyocharax filigerus Cope, 1870
    • Prionobrama filigera Rotflossen-Glassalmler

Salmlernetz

Zoonosen durch Aquarienfische

Zierfische, besonders Wildfänge, können Krankheitserreger mit sich führen, die auch für Menschen gefährlich werden können.

Gefunden auf www.prowildlife.de:

Zoonosen

Bakterien: Zierfische tragen oft pathogene Bakterien wie Pseudomonas, Enterobacter, Klebsiellen und Salmonellen (s.o.). Studien zeigten eine Befallsrate von 43-54 Prozent der Tiere auf. Besonders anfällig sind frisch-importierte Fische, die durch den Fang und Transport stark gestresst sind. Nach Pfeil-Putzien von der Universität München „gibt es fast keinen von uns untersuchten Zierfisch, der nicht voll mit Bakterien war.“ Ihre eindeutige Warnung: „Generell ist ein Großteil der isolierten Bakterien aus Zierfischen für den Menschen pathogen.“ Die Hauptinfektionsgefahr für den Menschen ist der Kontakt mit keimbelastetem Aquarienwasser. Unter den suboptimalen Bedingungen im Aquarium und der oftmals hohen Besatzdichte kann die Keimkonzentration gefährlich hoch werden. Die genannten Erreger können beim Menschen Haut- und Darminfektionen sowie Abszesse verursachen.

Vorsichtsmaßnahmen:

  1. häufige Wasserwechsel
  2. kein Überbesatz
  3. nicht mit bloßen Händen im Aquarium herunhantieren, wenn man offene Wunden hat
  4. Quarantäne bei Neuzugängen

Aquazoo Düsseldorf

Im Sommer 2003 hatten die Düsseldorfer wieder zum d.r.t.a-Treffen gerufen. Ich wollte mir natürlich nicht nehmen lassen….

Im Sommer 2003 hatten die Düsseldorfer wieder zum d.r.t.a-Treffen gerufen. Ich wollte mir natürlich nicht nehmen lassen, die Leutchen, die mir nur per Newsgroup und Email bekannt waren, mal persönlich kennen zu lernen. Ja ich muß auch zugeben, mich reizte natürlich auch der Aquazoo Düsseldorf, (-: bei welchem wir auch mal einen Blick hinter die Anlagen werfen durften. Nach einem kurzen Kennlernen einiger Newsgroupler und kleiner Stärkung im Imbiss lotste uns Bernd Posseckert durch die Düsseldorfer Innenstadt. Na irgendwann standen wir dann vor dem Aquazoo, wo schon eine Menge Leute auf uns warteten. Nachdem Bernd das ganze Eintrittsgeld mit großer Hingabe zählte und die Tickets erhielt konnte es los gehen. Wir teilten uns in 3 Gruppen mit je einem Führer, der versuchte, jede unserer Fragen zu beantworten, was ihm jedoch bei soviel Aquarianer nicht leicht gemacht wurde. Zuerst wurde uns die Futteraufzucht gezeigt, wie Ratten, Kakerlaken, Heimchen usw. Das führte zu dem ein oder anderen kurzen Aufschreinen der Damenwelt, da die Tiere doch hin und wieder ihren Gefängnisse entflohen waren. (-: Daraufhin konnten wir uns hinter der Aquarienanlage bewegen, wo sich auch noch ein paar Auffangbecken bzw. die Quarantäne befanden. Leider fand ich keine Aufzuchtstation für Jungfische vor, was mich schon sehr interessiert hätte. Nun ging die Reise zum Keller, wo sich die Filteranlage befand. Es war auf den ersten Blick kaum zu überschauen, wo jetzt welche Leitung herkam und wo sie hinging. Mir wurde da einmal bewusst, welche Menge an Wasser hier bewegt wird und was ein Wasserwechsel hier bedeutet, insbesondere, wenn es hier um viele m³ von Seewasser ging, die erst angemeldet werden mußten, bevor sie in die Kanalisation strömen durften. Nachdem die Führung abgeschlossen war konnten wir die Aquarien bewundern. Leider war das große Seewasserbecken wegen einem Leck schon längere Zeit abgelassen.

Aquazoo Düsseldorf Aquazoo Düsseldorf
Aquazoo Düsseldorf Aquazoo Düsseldorf
Aquazoo Düsseldorf Aquazoo Düsseldorf
Aquazoo Düsseldorf Aquazoo Düsseldorf
Aquazoo Düsseldorf Aquazoo Düsseldorf
Aquazoo Düsseldorf Aquazoo Düsseldorf

Fazit:

Das Preisleistungsverhältniss stimmt für das, was geboten wurde. Dafür bin ich gerne ein Paar km gefahren.

Links

Sea Life Speyer

Im Sommer 2003 traten wir unser Vereinsfahrt nach Speyer an. Wir sammelten uns alle vor dem Eingang des neuen Sea Life-Center, wobei mir schon aufgefallen war, dass sich da schon eine ziemlich lange Schlange vor der Kasse ….

Im Sommer 2003 traten wir unser Vereinsfahrt nach Speyer an. Wir sammelten uns alle vor dem Eingang des neuen Sea Life-Center, wobei mir schon aufgefallen war, dass sich da schon eine ziemlich lange Schlange vor der Kasse gebildet hatte. Nach kurzer Zeit kam ein Mitarbeiter zu uns, der uns freundlich über das Sea Life-Center aufklärte. Eigentlich dachte ich ja, er würde uns durch die Anlage begleiten und einige von uns hätten dann mal die Möglichkeit bekommen, einen Blick auf die Technik zu werfen. Als er mit seinem Report vor dem Sea Life-Center fertig war, fragte ich ob wir auch einen Blick hinter die Kulissen werfen könne. Da müsse ich die Mitarbeiter in der Anlage ans prechen, bekam ich zur Antwort. “Das machen wir”, dachte ich; irgendwie würde das schon klappen. Nur leider war ich wohl der einzige der Gruppe, der so etwas wollte. )-: So entschloss ich mich, damit keinem mehr auf die Nerven zu gehen und keine Extrawurst gebraten zu bekommen. Wir warteten im Eingangsbereich des Gebäudes, wo ein kleines Brandungsbecken stand, auf unsere Tickets. Nun kann es endlich los gehen. Wie die Mitarbeiter bei dem ganzen Trubel noch Festellen konnten, wer eine Karte hatte und wer nicht, blieb mir ein Rätsel. Weiter ging es in einen zweiten kleine Vorraum, wie ich es aus den großen Vergnügungsparks kannte, kurz bevor man in die Geisterbahn gelassen wird. Die große Tür ging auf und wir waren endlich im Inneren des Aquariums. Leider sah ich nur Menschen, die ihre Nasen an die Becken drückten… und wo war unser Führer überhaupt? War das schon alles vor der Tür? Ich entschloss mich, zu warten, bis der erste Ansturm nach vorne wanderte, um vielleicht ein Bild schießen zu können. Doch zu früh gefreut! Kaum bekam ich etwas Luft, kam schon der nächste Trupp angerauscht. Nix mit ‘vor die Becken setzen und gaffen’, nö! Ich kam mir vor wie in einer Endlosschlange, die sich durch das Gebäude schiebt bis zum Streichelbecken und Bistro. Nein, so hatte ich es mir nicht vorgestellt! Sollte ich das Sea Life-Center wieder besuchen, dann nur noch, wenn Fußballweltmeisterschaften sind.

Sea Life Speyer Eingang Sea Life Speyer Eingang
Sea Life Speyer Becken Eingangsbereich Sea Life Speyer Becken Eingangsbereich
Sea Life Speyer erstes Becken 5 Sea Life Speyer
Sea Life Speyer  Störbecken Sea Life Speyer
Sea Life Speyer  Seenadel Sea Life Speyer  Stichlinge
Sea Life Speyer Sea Life Speyer
Sea Life Speyer  11 Sea Life Speyer Rochen
Sea Life Speyer Sea Life Speyer Krabbe
Sea Life Speyer Sea Life Speyer Qualle

Fazit:

Was mir einfach hier fehlte, war ein Platz zum Ruhen und Genießen. Die Becken machten einen sehr guten Eindruck auf mich, wenn ich auch kaum was sehen konnte. Es machte mich einfach nur nervös, durch die Masse geschoben zu werden. Sollte ich es wieder Besuchen, dann nur bei einer Fußballweltmeisterschaft, wenn alle zu Hause vor den Fernsehern sitzen. Der Eintrittspreis war für meinen Geschmack recht hoch

Links

Sea Life Speyer

„Schwarmverhalten“ bei Salmlern?

Sowohl im Internet als auch in der einschlägigen Fachliteratur liest man immer wieder davon, dass man Salmler möglichst im “Schwarmâ€? halten soll, da sie nur dann ihr “arttypisches Schwarmverhaltenâ€? an den Tag legen sollen… Aber das sind nicht die einzigen Halbwarheiten, die über diese Fische im Umlauf sind.

Sowohl im Internet als auch in der einschlägigen Fachliteratur liest man immer wieder davon, dass man Salmler möglichst im “Schwarm” halten soll, da sie nur dann ihr “arttypisches Schwarmverhalten” an den Tag legen sollen.

Gruppe Rote Neon

dieses Verhalten zeigen Rote Neon nur, wenn sie beunruhigt sind.

Nun hab ich in meiner über zwanzigjährigen aquaristischen Laufbahn schon einige Salmler pflegen können.
Einige, so zum Beispiel Rotflossensalmler zeigen in ihrer Jugend sehr wohl einen recht großen Zusammenhalt der Gruppe. Das Verhalten, das dort zu beobachten ist, sollte aber eher als “Zusammenschluss zu Schulen” bezeichnet werden und hat wohl recht wenig mit dem echten Schwarmverhalten, das Heringe oder Sardinen zeigen, zu tun.
Die meisten von mir bisher gepflegten Salmler verteidigen auch mit zunehmendem Alter ein mehr oder weniger groß angelegtes Revier. Sie rotten sich nur noch stärker zusammen, wenn sie entweder durch größere “Feindfische” oder das Fangnetz in der Pflegerhand beunruhigt werden.

Inpaichthys kerri

bei Königssalmlern ist gibt es so gut wie kein Schwarmverhalten

Bei einigen Arten ist dieses Revierverhalten durchaus mit dem der Apistogramma zu vergleichen. So sind ausgewachsene, dominante Inpaichthys kerri manchmal zu anderen männlichen Artgenossen dermaßen ruppig, dass dem Pfleger nichts anderes übrigbleibt, als nach einer anderen Behausung für die unterlegenen Tiere zu suchen.
Ich halte diese Art in einem 60cm-Aquarium, wobei ich zu einem großen Männchen 4-5 Weibchen setze.
In einem solchen Aquarium kommen auch immer wieder Jungfische durch, so sie denn genügend Deckung in Form von Javamoos oder ähnlichem finden.

H.rosaceus Männchen

Schmucksalmler verteilen sich normalerweise über das ganze Aquarium

Fehlen diese Reize, so verteilen sich die Fische in losen Grüppchen im ganzen ihnen zur Verfügung stehenden Wasserkörper.
Erzeugt man eine kräftige Strömung, so ist bei manchen Arten zu beobachten, dass sie sich im Trupp immer wieder gegen den Strom kämpfen, was aber auch nichts mit dem “Echten” Schwarmverhalten zu tun hat.
Meiner Ansicht nach handelt es sich bei dem vielzitierten “Schwarmverhalten” der Salmler also eher um ein auch bei Flussbarschen zu findendes Phänomen. Man sollte also richtigerweise von Schulen oder Rudeln sprechen.

Gerüchte und Halbwarheiten

Folgendes fand ich auf einer Schülerseite . Da kann man ja noch beide Augen zudrücken. Unkommentiert kann man es aber so nicht stehen lassen.

Salmler sind Schwarmfische und stammen aus Südamerika.

Weder sind Salmler immer Schwarmfische (siehe oben und DRTA-Archiv ), noch stammen sie alle aus Südamerika. Kongosalmler, die gelben wie die blauen, stammen aus Afrika. Ebenso eine ganze Reihe anderer Afrikanischer Salmler

Sie sind sehr klein, dafür aber farbenprächtigt.

Einige werden, ganz im Gegenteil, recht groß.
Salmler werden zwischen 2cm und 1,20m groß. Sehr klein ist das nicht mehr. 😉

Salmer ziehen in gemischten oder geordneten Schwärmen durch ihre heimmischen Gewässer.

Das kann sicher mal passieren.
Menschen tun das auch manchmal. 😉

Einen Salmler erkennt man an einer kleinen Flosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse (Fettflosse).

Es gibt welche mit (viele Arten) und ohne (z.B. Kupfersalmler) Fettflosse.
Außerdem gibt es auch ganz viele andere Fische, die eine Fettflosse haben, z.B. viele Welse und alle Salmoniden(Lachsartige).

Eine sehr interessante Diskussion zum Thema hat auch mal im Zierfischforum stattgefunden.

Dieser Artikel ist in DATZ/AP 6/2005 erschienen.
AP6-2005

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