PO4-Supplement

Einfaches Herstellen einer Lösung zum Anheben des PO4-Gehalts

Meerwasser Zusammensetzung

Bild von Freepik

Meerwasser mit der üblichen Zusammensetzung bei einer spezifischen Dichte von 1,025 kg/l:

96,5% reines Wasser

Chlorid – Cl – 19.800 mg/l

Natrium – Na – 11.000 mg/l

Sulfat – SO4 – 2.800 mg/l

Magnesium – Mg – 1.300 mg/l

Calcium – Ca – 431 mg/l

Kalium – K – 410 mg/l

Hydrogencarbonat – HCO3 – 148 mg/l (6,8° dKH)

Bromid – Br – 72 mg/l

Strontium – Sr – 8 mg/l

Bor – B – 4,6 mg/l

Silicium – Si – 3 mg/l

Fluorid – F – 1,3 mg/l

Nitrat – NO3 – 0,5 mg/l

Lithium – Li – 174 µg/l

Rubidium – Rb – 123 µg/l

Phosphor – P – 13 µg/l (als PO4 0,04mg/l)

Barium – Ba – 12 µg/l

Molybdän – Mo – 10 µg/l

Iodid – I – 5 µg/l

Arsen – As – 2 µg/l

Vanadium – V – 1 µg/l

Titan – Ti – 1 µg/l

1 µg = 0,001 mg = 0,000001 g

1 g = 1.000 mg = 1.000.000 µg

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Welche Neons gibt es? Und wie hält man sie?

Neulich gab es in einer Facebook-Gruppe ein paar Fragen zu „Neons“, die ich auch gerne hier beantworten möchte.

„Neonsalmler“ gibt’s nur einen.

Das andere sind mehr oder weniger verwandte Arten, aber eben andere Arten.

Paracheirodon innesi (Neonsalmler)

Paracheirodon simulans (Blauer Neon)

Paracheirodon axelrodi (Roter Neon)

Andere Tiere mit „Neon“ im Namen sind nicht mal in der selben Gattung.

Als Beispiele seien hier Schwarzer Neon (Hyphessobrycon herbertaxelrodi) oder Grüner Neon (Hemigrammus hyanuary) genannt.

„2. Wer von euch hält Neons in einem 54/55Liter Becken? (Größer ist natürlich immer besser aber ich lese überall „Ab 54L“)“

Als ich noch welche gezüchtet habe, hab ich 54l Standrardbecken (60x30x30cm) zum Ansetzen der Zuchtpaare genutzt.

Auch bei der Aufzucht so ab 6 Wochen nach dem Schlupf war das ganz praktikabel.

Für die Dauerhaltung finde ich das nicht in Ordnung, da auch diese kleinen Fische kleine Reviere besetzen, wenn sie nicht gestresst sind.

Ausgewachsen sind die P. innesi ca. 50mm, P. axelrodi noch 10mm länger.

Diese Größe erreichen die aber erst, wenn sie mindestens 100x50cm Grundfläche zur Verfügung haben. (In mehr wachsen sie schneller.)

„3. Welche Möglichkeiten gibt es, das Wasser weich zu bekommen außer mit Osmosewasser? (Soil, Huminstoffe etc.?)“

Weich: weniger lösliche Inhaltsstoffe.

Calcium, Magnesium & Karbonate müssen raus, um das Wasser weich zu machen. Dann sinkt die Leitfähigkeit.

Das kann man nicht, indem man andere Stoffe hinzufügt.

Außer der einfachen Lösung mit Umkehrosmose gäbe es auch noch die Filterung über Mischbettharz, Kationen- und Anionentauscherharz (Vollentsalzer), Destillation, Filterung über größere Mengen Torf…

Polyp-Bailout – oder wie Korallen mit dem Klimawandel umgehen

An der Ruhr Universität Bochum wird an Korallen erforscht, wie sie mit sich verändernden Umweltbedingungen, zum Beispiel steigenden Temperaturen oder sinkendem pH-Wert, also Versauerung umgehen und welche Strategien sie dagegen entwickeln.

Speziell vom Phänomen des Polyp-Bailouts, zu Deutsch die Ausbürgerung von Polypen, habe ich dort zum ersten Mal etwas gelesen!

https://news.rub.de/wissenschaft/2021-11-02-biodiversitaet-wie-ein-wald-unter-wasser

Referenz- und Kalibrierlösungen

Magnesium:

14,769g Magnesiumnitrat-Hexahydrat auf 1000ml Reinstwasser.

Das sollten ziemlich genau 1400ppm MG sein.

3,692g Magnesiumnitrat-Hexahydrat auf 250ml = 1399,86 mg/l

Calcium:

0,367g Calciumchlorid-Dihydrat (CaCl2.2H2O) auf 250ml = 399,1ppm

KH/Alkalinität:

3 Gramm Natron (NaHCO3) werden mit dest. Wasser zu einem Liter gelöst und enthält dann 100°dKH.

0,3g Natron zu 1l Wasser entsprechen 10°dKH.

Leitfähigkeit:

0,525g Kaliumchlorid (KCl) werden mit dest. Wasser zu 1l gelöst und hat dann bei 25 Grad Celsius 1000 µS/cm oder 640 ppm TDS.

1,0 µS/cm = 0,64 ppm TDS

3-Molare KCL-Lösung:

Zum Nachfüllen von pH-Elektroden und als Aufbewahrungslösung.

Die molare Masse von KCL ist 74,5513 g/mol.

Also für 3-Molare Lösung rund 224g Kaliumchlorid (KCl) in ein Rührgefäß mit Markierung bei 1 Liter mit etwas destilliertem Wasser geben und dann mit destilliertem Wasser auf einen Liter auffüllen. Nach langem Rühren löst sich das Salz.

Phosphat:

0,2866g KH2PO4 in 10l Reinstwasser auflösen. Das ergibt eine Lösung, die 20mg PO4 pro Liter enthält. (Und 8,23mg/l Kalium)

1ml davon in 99ml Reinstwasser verdünnt: 0,200mg/l PO4-Referenz.

Aquadings salzig

… aquadings geht auch salzig!

Vor ein paar Jahren meinte meine Lieblingsfrau, so ein kleines Salzwasseraquarium würde ihr gut gefallen. Ich las also ein bisschen rum über diese für mich noch völlig fremde Welt und kam zum Schluss, dass ein großes Riffaquarium aufgrund des Platzmangels und der erheblichen Kosten nicht in Frage kam.

Allenfalls so ein Nanoteil mit etwas Lebendgestein, ein paar Krustenanemonen und vielleicht Ricordea wären möglich.

Gedacht – getan: ich fuhr also zu einem Händler im Norden Berlins und erstand einen kleinen 35l-Kubus mit einer meerwassertauglichen LED-Beleuchtung, einem Heizstab und einer Strömungspumpe. Außerdem noch einen 4kg-Brocken Lebendgestein und etwas Korallensand, Salz und was man sonst so braucht.

Nachdem die Suppe so zuhause ein paar Tage stand, zog ein Einsiedlerkrebs ein und nach und nach ein paar Zoanthus sp. Und Ricordea florida, die ich bei Sandra Preis erstand.

Das Nanoriff

Nach einiger Zeit wuchs das Ding dann auf 60x30x30cm. Der kleine Eheim-Skimmer wurde durch einen Hangon-Filter mit selbst eingebautem Sander-Pico-Abschäumer ersetzt. Auch zogen weitere Korallen und ein kleiner Trupp Sexy Shrimps ein.

54l Miniriff.

Da das Zimmer, in dem dieses Aquarium stand, komplett umgenutzt wurde, musste eine andere Lösung her. Im Wohnzimmer standen bisher zwei 100cm Aquascapes. Das 100 x 50 x 50cm musste dran glauben. 😉 Es wurden Löcher für die Verrohrung gebohrt, ein Überlaufschacht eingeklebt, ein Technikbecken eingerichtet und eine passende Beleuchtung besorgt. Und jede Menge Fachliteratur gewälzt.

Uuuund weiter geht’s! Technik installiert, Steine geklebt und etliche Korallen eingesetzt. Dann: Kieselalgen, Cyanobakterien, Dinoflaggelaten, Trallala. Nach nun einem Jahr läuft es rund!

Aquaristik ist spannend…

Man startet so ein Ding und ‚guckt‘ anfangs die Pflanzen größer. Die Düngung wird angepasst, man probiert vielleicht mal andere Düngekonzepte aus…

Seit ein paar Monaten läuft es jetzt. Mittlerweile sind die Steine völlig überwuchert. An die Lobelia cardinalis „Mini“ traue ich mich nicht richtig mit der Sense. Sie hat ewig gebraucht, bis sie überhaupt mal gewachsen ist und jetzt hat sie so eine hübsche Form.

Ihr kennt das sicher:

Man startet so ein Ding und ‚guckt‘ anfangs die Pflanzen größer. Die Düngung wird angepasst, man probiert vielleicht mal andere Düngekonzepte aus…

Dann kommt irgendwann der Schub und alles wächst wie verrückt. Man ist gefühlt nur noch am optimieren und schnippeln.

Irgendwann mal gibt es ein kleines Algenproblem, das man recht fix in den Griff bekommt, aber danach mit Argusaugen jedes Fitzelchen Alge beäugt, noch bevor die Garnelen es entdeckt und ihm den Garaus gemacht haben.

Man kniet vor dem Ding und entdeckt jeden Tag etwas neues.

Es taucht eine neue Schneckenart auf, die Garnelen bilden einen neuen Farbschlag, Bucephalandra schieben neue Blätter, nachdem sie fast 2 Monate nicht schneller als das Hardscape gewachsen sind, eine Eriocaulon bekommt eine Blüte, das Moos wächst ineinander und mann muss es wieder in Form zupfen, damit es sich nicht löst…

Und dann kommen Leute zu Besuch, denen erst mal ein Ei aus der Tasche fällt („Boah! Wie machst du das? Die Pflanzen wachsen bei dir ja! Sieht schön aus! Bei mir ist alles voller Algen und das Grünzeug geht ein!“) und die einem dann erzählen, dass es ja so entspannend ist, ein Aquarium zu haben.

Entspannend ist glaub ich anders. Ich finde Aquaristik ist ein ziemlich aufregendes Hobby!

Aquaristik ohne Geheimnisse

ein Großteil dieser Seiten sind dem als HMF oder HHMF abgekürzten Hamburger MattenFilter gewidmet.

Die Mattenfilterseite

Adresse: www.deters-ing.de

Seitenthema: Aquaristik

Spezielles: Mattenfilter

ein Großteil dieser Seiten sind dem als HMF oder HHMF abgekürzten Hamburger MattenFilter gewidmet.
Hier wird dieser Filter nicht nur theoretisch behandelt, sondern es gibt auch viele Hinweise zur Praxis und ein Diskussionsforum .

Die zahlreichen Berechnungstools , nicht nur zum Filter, suchen im deutschsprachigen Internet ihresgleichen, z.B.:

  • Wasserwerte
  • Tragfähigkeiten von Zimmerdecken
  • Pumpenleistung/Erforderliche Pumpengröße
  • Mattengröße eines Hamburger Mattenfilters
  • Gewicht eines Aquariums

…u.s.w.

Es gibt auch eine FAQ , wo häufig gestellte aquaristische Fragen beantwortet werden, wie z.B.:

  • Kann man per CO2 den pH-Wert senken?
  • Wie oft muss man ein Aquarium sauber machen?
  • Wie wird man Blaualgen los?
  • Wann muss man Neonröhren tauschen?

… und vieles mehr.

In Datz 12/2003 hat Olaf sein Wissen über den “Hamburger Mattenfilter” preisgegeben.

Freilandhaltung Neocaridina davidi

Die ersten Neocaridinen hatte ich im Februar 2003 versehendlich in einen eingegrabenen 90l – Mörtelbottich mit ca. 50cm Wasserstand eingeschleppt. Was daraus geworden ist…

Neocaridina davidi – Fire Red, Invasionsgarnele, Turniergarnele, Gelbe Garnele… Haltungsversuche im Freiland.

Die ersten Neocaridinen hatte ich im Februar 2003 versehendlich in einen eingegrabenen 90l – Mörtelbottich mit ca. 50cm Wasserstand eingeschleppt.

Ende Februar gab es eine kurze Zeit mit -11°C Nachtfrost, worauf sich auf dem Wasser eine etwa 3cm dicke Eisschicht gebildet hatte. (der Frost dauerte nicht lange)

Im Juni 2003 habe ich dann den Bottich geleert. Bis dahin hatte ich nichts daran verändert seit Februar. (da bin ich zu 100% sicher)

Außer Schlamm, abgestorbenen Pflanzenresten und jeder Menge Kleingetier fand sich auch eine größere Population (>50 Tiere) jener Turniergarnelen in dem Kübel.

Dieses Erlebnis und die Schilderung von Gerd Voss (Wirbellosen-Mailingliste) über einen Dauerversuch im Freiland (beheizt) haben mich erst zu dem im September 2004 beendeten Freilandversuch mit Fire Red und Heterandria formosa bewogen.

Am 16.September 2004 habe ich die Freiluftsaison für Heterandria formosa (Zwergkärpflinge) und Neocaridina heteropoda var. red (Fire Red- oder Red Cherry-Zwerggarnele) vorläufig beendet, habe aber den Miniteich nicht völlig geleert.

Kurzer Bericht:

Start war am 15.Mai 2004,
Wassertemp.: 14°C um 10.00h morgens.
pH 7,2
GH 7,5°dGH
KH 3,0°dKH
NOx nicht nachweisbar

Eingesetzt habe ich in den 90l Mörtelkübel, der gut veralgt und mit einer Zwergseerose und Laichkraut bewachsen ist
H. formosa: 2 Männchen, 2 Weibchen
N. heteropoda 10 Tiere, davon 5Männchen und 5 Weibchen.

Sommerfrische abgebrochen am 16.September 2004 bei:

Lufttemperatur:
06.30h: 2°C
12.00h: 18°C

Wassertemp.:
6.30h: 8°C (alle sichtbaren Tiere für die Temperatur erstaunlich agil!)
12.00h: 12°C
pH 6,8
GH 3,5°dGH
KH 1,3°dKH (durch den überreichlichen Regen so abgefallen)

Herausgefangen habe ich

32 H.formosa in allen Altersstufen,
etwa
60 Garnelen, alle recht kräftig rot gefärbt.

Die H.formosa waren allesamt gut genährt, was auf die Culexlarven, Hüpferlinge und Garnelenbrut zurückzuführen ist. Verluste unter beiden eingebrachten Arten sind sicherlich durch viele Libellenlarven zu verzeichnen, die sich im Bottich aufgehalten haben.

Alle im Bottich gewesenen Tiere machen einen ausgesprochen gesunden Eindruck.

Das Thermometer hat als Wassertiefsttemperatur 7°C und als Höchstwert 32°C geloggt.

Der Durchschnitt lag bei 17°C.

Es sind also beide Arten recht variabel.

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